Wie Du die interne Verlinkung für bessere Rankings optimierst

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Eine effektive interne Verlinkung ist entscheidend für gute Rankingpositionen. Durch gezielte Verknüpfung relevanter Inhalte auf der eigenen Website können Suchmaschinen den Zusammenhang besser erkennen und die Sichtbarkeit erhöhen. Erfahre in diesem Ratgeber, wie Du Deine interne Verlinkung optimieren kannst, um bessere Ranking-Positionen zu bekommen.

Warum ist die interne Verlinkung für SEO wichtig?

Die Google-Bots haben bisher etliche Billionen Seiten nach eigener Aussage in den Index aufgenommen. Dabei rufen die Crawler Webseiten auf und folgen den Links auf diesen Seiten. So kommt Google von einer Unterseite zur nächsten und speichert diese Seiten dann im Index ab.

Dabei ist der größte Teil dieser Seiten nur über eine interne Verlinkung erreichbar. Die eingehenden Links – also Backlinks – können nur einen kleinen Teil zu dieser Indexierung beitragen. Denn die meisten Unterseiten einer Website verfügen über keine Backlinks. Daher ist es umso wichtiger, die internen Links so zu setzen, dass Google möglichst alle wichtigen Seiten in den Index aufnehmen kann. Das bezeichnet man auch als Crawlability Optimierung.

Was ist die interne Verlinkung und warum ist sie für die SEO wichtig?
Eine optimale interne Verlinkung sorgt für bessere Ranking-Platzierungen Deiner Keywords.

Die meisten Unterseiten haben keine Backlinks, die Google auswerten könnte

Stell Dir einfach mal eine so richtig große Website vor. Nehmen wir als Beispiel einfach ein Branchenbuch. Dieses Branchenbuch hätte zum Beispiel 10.000 Städte und Gemeinden in der Datenbank. Dazu kämen noch 3.000 lokale Kategorien. Rechnen wir also 10.000 x 3.000, dann landen wir bei 30 Millionen Unterseiten. Selbst wenn man nicht alle Unterseiten für Ranking-Chancen heranzieht, müsste man immer noch für Millionen von Unterseiten Backlinks generieren.

Das ist nicht machbar. Demzufolge gibt es für die meisten Unterseiten keine Ranking-Signale aufgrund von externen Links. Auch bei kleinen Websites wird oftmals nur ein geringer Teil der Unterseiten mit externen Links versorgt, die Google als Signale für die Einsortierung in die Suchergebnisse verwenden könnte. An dieser Stelle setzen die internen Links an, die Google mit Ranking-Signalen versorgen. Eine Optimierung der internen Verlinkung sorgt also dafür, dass Google möglichst alle wichtigen Unterseiten erfassen und in den Index aufnehmen kann.

Auch für die User Experience sind interne Verlinkungen wichtig

Mittlerweile ist auch im Online Marketing angekommen, dass die interne Linkstruktur ein wichtiges Instrument der User Experience ist. Nützliche und weiterführende Informationen über Links im Content werten jeden Artikel auf und sorgen dafür, dass die User sich oftmals mehrere Seiten einer Website ansehen. Sie bleiben also länger auf der Website (Dwell Time). Und das ist ein Qualitätsfaktor für Suchmaschinen wie Google.

Das Thema interne Verlinkungen sollte somit ganz weit oben auf der Liste eines SEOs stehen.

Gute Rankings sind auch ohne Backlinks möglich

Gute Rankings sind komplett ohne Backlinks möglich, wie die Praxis immer wieder zeigt. Auch bei umkämpften Suchbegriffen ist das möglich, auch wenn es länger dauert. Bei Longtail-Keywords hingegen kann es durchaus recht zügig Top-Rankings auf der ersten Seite der Suchergebnisse geben dank intelligent gesetzten internen Links. Die einzige weitere Voraussetzung ist hochwertiger Content.

Interne Links vererben Linkjuice (PageRank)

Egal wie Du es nennen magst, ob Linkjuice oder PageRank oder wie auch immer. Die Vererbung findet auch komplett ohne externe Verlinkung statt. Wenn Du das verstanden hast, ist Dir auch klar, das es für das Ranking einen gewaltigen Unterschied macht, ob eine Seite intern einen oder 100 interne Links bekommt.

Je wichtiger die Seite ist, desto mehr Aufmerksamkeit sollte die interne Verlinkung bekommen. Je mehr Links eine Unterseite bekommt, desto besser. Deine wichtigsten Seiten müssen definitiv am häufigsten verlinkt werden. Je mehr Aufmerksamkeit eine Seite bekommt, desto schneller stellen sich gute Ranking-Platzierungen ein.

Wenn Du intern verlinkst, nimm immer das Keyword

Google empfiehlt in seinem »Startleitfaden zur Suchmaschinenoptimierung« den Gebrauch von Keywords, mit denen die Unterseite ranken soll. Je genauer der Ankertext ist, desto einfacher wird es der Suchmaschine gemacht, den Inhalt zu verstehen und zu indexieren. Geht es zum Beispiel auf einer Unterseite um »Interne Verlinkung optimieren«, dann wäre das der optimale Ankertext des internen Links auf diese Unterseite.

Setze immer einen internen Link im Content einer Seite. Links im Footer kannst Du Dir sparen, die bringen nur etwas für die Übersicht. Nicht jedoch für das Ranking.

Wie Du die interne Verlinkung optimierst

Zuerst musst Du eine Strategie für das Setzen von internen Links erarbeiten. Ohne eine Strategie wird es nicht funktionieren. Checke zuerst die Voraussetzung ab. Nur wenn die erfüllt ist, funktioniert der Rest ebenfalls.

Hier eine kurze Checkliste, wie Du vorgehen könntest:

  • Betreibe eine ausführliche Keyword Recherche für Deine wichtigsten Seiten / Beiträge.
  • Checke Deine Inhalte: Ist das Thema umfassend behandelt und bietet es einen Mehrwert für die Leser?
  • Optimiere Deine Inhalte auf Deine recherchierten Keywords. Übertreibe nicht mit der Keyword Density. Keyword Stuffing wird Deiner Website schaden!
  • Erschaffe Evergreen Content, der immer aktuell ist
  • Lege eine Excel-Tabelle für Dein Projekt an.
  • Notiere Dir die Seiten mit URL und die Keywords, auf die Du optimiert hast.
  • Markiere Dir die wichtigsten Seiten.
  • Finde die Seiten mit den meisten Backlinks. Verlinke von diesen Seiten aus.
  • Verlinke stets mit dem wichtigsten Keyword der zu verlinkenden Seite
  • Die nicht ganz so wichtigen Seiten werden nur untereinander verlinkt.
  • Unwichtige Seiten werden nicht verlinkt, sondern mit noindex gekennzeichnet. Die verbrauchen unnötig Crawl Budget und schaden der Sichtbarkeit. (Beispiel: Datenschutz, Cookierichtlinie, Impressum)
  • Auch wichtig: Du brauchst ein SEO Tool, um die Erfolge zu messen.

Beginne die interne Verlinkung auf Deiner Startseite

Link-Juice: Suchmaschinen legen den Wert einer Seite u.a. anhand der Anzahl und Qualität der Backlinks und ihrem Linkjuice fest. Aus diesem Grund ist die Homepage (Startseite) in der Regel die Seite mit dem höchsten Link-Juice. Der Link-Juice von der Homepage wird auf alle internen Links dieser Seite vererbt.
– Quelle: Xovi.de

Die Startseite ist bei vielen Projekten die Seite, die meistens sehr viel Content bietet, weil Sie als holistische Landingpage ausgelegt ist. Von dort startet der weitere Content. Die interne Verlinkung startet daher ebenfalls auf der Startseite.

Verlinke stets aus dem Inhalt heraus. Links unterhalb des eigentlichen Contents (zum Beispiel Related Posts) werden wesentlich schlechter von Google bewertet. Optimal ist eine Verlinkung innerhalb des obersten Drittels Deines Inhalts.

Das Wichtigste in Stichworten

  • Die wichtigsten Keywords werden von der Startseite aus verlinkt
  • Die Verlinkung erfolgt aus dem oberen Drittel des Contents. Das transportiert den meisten Link-Juice.
  • Es wird immer aus dem Inhalt heraus verlinkt
  • Es wird immer exakt das Keyword verlinkt, mit dem die zu verlinkende Seite ranken soll

1. Die wichtigsten Keywords werden von der stärksten Seite verlinkt

Da aus dem eigentlichen Inhalt heraus verlinkt wird, muss dieser an die betreffenden Keywords angepasst werden. Trotzdem muss der Text absolut sinnvoll für den User lesbar sein. Wenn ich eine Seite mit dem Keyword »tolle blaue Schuhe« von der wichtigsten Seite heraus verlinken möchte, muss sich der Text – oder der Teilbereich des Textes – mit dem Thema Schuhen beschäftigen.

Behandle Dein Thema auf der Startseite und der wichtigsten Unterseite und passe Teilbereiche oder Sätze so (sinnvoll!) an, dass Du Deine Keywords und Links zu den Seiten mit diesen Keywords unterbringen kannst.

Die stärkste Seite ist diejenige mit den meisten Backlinks

2. Die interne Verlinkung der Seiten untereinander

Der zweite Teil ist die Verlinkung der Seiten untereinander. Auch hier wird wieder aus dem eigentlichen Text heraus das jeweilige Keyword verlinkt. Bedenke auch hierbei, dass die Links sinnvoll sein sollten und dem User weiterführende, sinnvolle Informationen bieten müssen.

Das Beispiel für perfekte interne Links ist Wikipedia

Wikipedia ist mit weitem Abstand die am besten rankende Website überhaupt. Die wirklich unglaubliche Präsenz in der organischen Suche wurde durch eine perfekte Verlinkung der einzelnen Artikel untereinander erreicht. Aus einem perfekt strukturierten Content heraus wird auf viele weitere – zum eigentlichen Inhalt passende – Artikel intern verlinkt.

Wie verlinkt Wikipedia?

  1. In einem Beitrag taucht das Wort »Webseiten« auf.
  2. Dieses Wort wird nun mit der Wikipedia-Seite »Webseiten« verlinkt

Jetzt wurden zwei Seiten einer Website miteinander verlinkt. Wo immer auch in einer anderen Seite das Keyword auftaucht, es wird wieder auf diese Seite verlinkt. So entstehen nach und nach sehr viele interne Links auf die betreffende Seite.

Fazit

Je mehr sinnvolle interne Links auf einer Seite eingehen, desto mehr „Link-Juice“ bekommt diese Seite. Und desto besser werden die Ranking-Platzierungen der Keywords sein. So kannst Du Dir nach und nach eine Top-5 Platzierung für fast jedes Keyword erarbeiten. Arbeit in eine sinnvolle interne Verlinkung zu stecken, macht sich bezahlbar und ist ein echter Machtfaktor für bessere Rankings.

Kategorie: SEO

Andreas Hecht

Andreas ist der Gründer und Inhaber der SEO Agentur Hamburg. Er hat mehr als 13 Jahre Erfahrung mit WordPress-Entwicklung und über 11 Jahre Erfahrung mit erfolgreicher Suchmaschinenoptimierung. Er hat Hunderte Artikel über WordPress und SEO für die Online-Magazine DrWeb.de und Noupe.com geschrieben.

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