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Was ist Holistischer Content? Die Definition

Holistischer Content Definition: Holistischer Content in der Suchmaschinenoptimierung beschäftigt sich umfassend mit einem Thema. Er betrachtet es aus verschiedenen Perspektiven und beantwortet viele Fragen. Der Begriff „Holismus“ bedeutet „ganz“. Holistischer Content ist also ganzheitlich.

Ähnlich wie Google ähnliche Suchanfragen erkennt und zusammenfasst, kann auch thematisch zusammenhängender Content zentral zusammengefasst werden. Dies vermeidet die Verteilung des Contents auf verschiedenen Seiten. Auf diese Art soll ein besseres Ranking für die wichtigen Keywords erreicht werden.

Was ist ein holistischer Ansatz?

Holistische Inhalte umfassen im Allgemeinen Texte, Bilder, Videos und Audios. Texte sind besonders wichtig, da Google sie gut analysieren kann. Holistischer Content ist normalerweise länger als herkömmliche Seiten, aber die Länge beeinflusst das Ranking nicht unbedingt.

Wichtiger ist, dass der Content den Lesern einen Mehrwert bietet. Die Textlänge hängt vom Thema ab.

Anstatt sich auf einzelne Keywords zu konzentrieren, enthält eine holistische Landingpage eine Vielzahl von Mid- und Long-tail Keywords. Es wird also auf ein komplettes Set von Keywords optimiert. Oft wird auch die WDF*IDF-Analyse verwendet, um die semantische Relevanz zu erhöhen.

Umfassende Seiten sollten idealerweise für eine Vielzahl thematisch passender Suchanfragen ranken. Eine SEO-Optimierung nach Keyword Dichte hingegen wird nicht mehr betrieben.

Ganzheitlicher Inhalt beantwortet normalerweise eine Vielzahl von Fragen, die sich zum Thema ergeben und dessen Beantwortung für eine breite Perspektive sorgen. Damit der Inhalt nicht zu umfangreich wird, darf das Thema nicht zu weit gefasst werden, sondern muss manchmal eingeschränkt werden. Die hohen Anforderungen an ganzheitlichen Inhalt machen seine Erstellung ziemlich anspruchsvoll.

Insbesondere die Tiefe der Details erfordert Autoren mit Fachwissen. Es ist jedoch nicht ausreichend, das Thema zu verstehen, sondern die Autoren müssen ihre Kunst des Schreibens gut beherrschen, um Besucher zum Weiterlesen zu motivieren und möglichst lange auf der Seite zu halten. Denn die Absprungrate ist einer der Rankingfaktoren bei Google.

Die Suchmaschinenoptimierung von holistischen Texten

Da holistischer Inhalt normalerweise länger ist, ist es wichtig, dass dieser ansprechend präsentiert wird. Denn die Leser sollen nicht abgeschreckt oder gar überfordert werden. Die Inhalte, die auf die Zielgruppe ausgerichtet sind, sollten eine sinnvolle Struktur haben. Am Anfang des Artikels ist, auch aus Gründen der Benutzerfreundlichkeit, ein Inhaltsverzeichnis hilfreich.

So können eilige Besucher direkt zur relevanten Passage springen. Zwischenüberschriften, Hervorhebungen, Aufzählungen und Tabellen sind nicht nur für die SEO, sondern auch für die Lesbarkeit von Vorteil. Das Gleiche gilt für kurze und einfache Sätze. Kurze Absätze sorgen zudem für eine optimale Lesbarkeit.

Die Verwendung von Bildern dient dem Zweck, eine Aussage zu visualisieren und somit das Verständnis zu erleichtern. Außerdem lockern sie den langen Text auf und steuern so die Aufmerksamkeit des Lesers. Videos und Audiomaterial können dazu beitragen, komplexe Sachverhalte und Zusammenhänge besser zu verstehen und erhöhen auch die Verweildauer auf der Webseite.

Die attraktive Präsentation der Informationen (Content Design) hat einen direkten Einfluss auf die Nutzersignale, die das Ranking beeinflussen. In Zeiten von Mobile First ist es natürlich auch wichtig, wie mobilfreundlich ganzheitliche Webseiten sind. Auf den kleinen Displays von Smartphones und Tablets kann nur ein kleiner Teil des umfangreichen Inhalts angezeigt werden.

Gerade hier spielt das Inhaltsverzeichnis eine entscheidende Rolle. Je umfangreicher eine Seite ist, desto länger dauert es, bis sie vollständig geladen ist. Das wiederum stellt die SEOs vor große Herausforderungen in der Optimierung der Ladezeiten.

Die Bedeutung von holistischen Inhalten für die Suchmaschinenoptimierung

Durch genaue Analysen des thematischen Inhalts sind Suchmaschinen wie Google in der Lage, noch effektivere Suchresultate zu liefern. Daher ist es nur logisch, alle wichtigen Informationen zu einem bestimmten Thema auf einer einzigen Seite zu sammeln. Die holistischen Landing-Pages sind zwar meistens sehr umfassend, bieten dem Besucher jedoch echten Mehrwert. Sie versuchen alle wichtigen Fragen der Nutzer zu beantworten.

Zudem hat sich das Suchverhalten der Nutzer verändert. Anstatt wie früher Schlüsselwörter hintereinander zu setzen, formulieren wir heute unsere Suchanfragen dank der Sprachsuche so natürlich wie möglich, als würden wir mit einer Person sprechen.

Die Semantik und der ganzheitliche Ansatz spielen also bereits bei der Suchanfrage und nicht erst bei den Suchresultaten eine wichtige Rolle. Daher bedarf es einer möglichst umfassenden Keyword Recherche, da alle relevanten Keywords abgedeckt werden müssen, damit holistische Texte funktionieren. In diesem Zusammenhang ist auch eine möglichst passende Abdeckung der Suchintention der User unerlässlich.

Ganzheitlicher Inhalt kombiniert viele aktuelle Rankingfaktoren auf einer Seite und ist deshalb momentan eine der effektivsten Methoden, um langfristig eine gute Suchmaschinenplatzierung in den Suchergebnissen zu erreichen. Aufgrund der umfassend behandelten Thematik erzielen ganzheitliche Seiten in der Regel viele Rankings für eine Vielzahl von verschiedenen Schlüsselwörtern.

Das steigert den organischen Traffic und führt auch zu einer erhöhten Anzahl von Backlinks und Sozialen Signalen.

Holistischer Content und die Probleme damit

Eine umfassend holistisch optimierte Landingpage wird zu einer erhöhten Sichtbarkeit in Googles Suchergebnissen führen. Problematisch hingegen ist, dass man nur ein einziges SEO Snippet zur Verfügung hat. Das bedeutet, dass trotz des breiten Themengebiets nur ein Titel und eine Beschreibung möglich sind. Zusammen mit der URL bilden sie das Google Snippet und beeinflussen entscheidend, ob ein Besucher die Webseite besucht.

Da man jedoch nicht alle Suchabsichten der User zu dem Thema mit einem Snippet abdecken kann, so könnte das vorhandene Snippet auf den Suchenden zu allgemein und irrelevant wirken. Das hat dramatische Folgen für die Klickrate und damit auf die Besucherzahl. Zudem könnte sich solch umfangreicher Content auch auf die Bounce Rate auswirken.

Google findet in der Regel eine Lösung, indem es die Meta-Beschreibung durch einen Abschnitt des Website-Textes ersetzt, wenn diese nicht zur Seite passt oder schlecht formuliert ist. So kann es bei identischen Websites zu unterschiedlichen Suchergebnissen kommen, was sich positiv auf die Klickrate auswirken kann. In der Regel wählt Google einen Textausschnitt aus dem ersten Drittel der Webseite.

Sind Pillar Pages der bessere Lösungsansatz als holistischer Content?

Eine vielleicht bessere Alternative ist der Pillar Pages Ansatz. Eine Pillar Page bietet durch die Zusammenfassung eines Themas verschiedene Perspektiven an und behandelt die unterschiedlichen User-Fragen.

Im Gegensatz zum ganzheitlichem Inhalt tun sie das jedoch nicht umfassend, sondern verweisen jeweils auf Unterseiten, die sich dann ausführlich mit einem bestimmten Aspekt des Themas befassen. In diesem Fall werden sowohl die Übersichtsseiten als auch die spezialisierten Unterseiten – jeweils mit eigenen Snippets – gerankt.

Auch das führt zu einer gesteigerten Sichtbarkeit und kann durch die Trennung der einzelnen Themen-Aspekte wesentlich besser optimiert werden, da jeder Teilaspekt sein eigenes Google Snippet bekommt. So können Meta Description und Meta Title exakter auf die Suchintention und eine optimierte Klickrate abgestimmt werden.

Welcher der beiden Strategien letztendlich zu mehr Page Views führt, könnte Thema einer Studie sein.

Weiterführende Informationen

5 Schritte zu semantischem, holistischem Content

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